Schloss/BurgRinggenberg

Ruine Ringgenberg

Ruine Ringgenberg

Die Ruine kann besichtigt werden

Auf einem Hügel im Kanton Bern steht die Ruine Ringgenberg, ein Wahrzeichen der gleichnamigen Schweizer Gemeinde. Diese ehemalige Burg, die einst das Brienzerseegebiet überblickte, ist heute als öffentlich zugängliche Ruinenstätte erhalten.

Geschichte+

Die Ursprünge der Burg Ringgenberg reichen ins 13. Jahrhundert zurück, als Freiherr Cuno von Brienz, zum Reichsvogt des Brienzerseegebietes ernannt, eine Anlage auf einem Hügel bei Ringgenwil errichten liess und sie nach diesem Ort benannte. Ob es sich um einen Neubau oder eine Erweiterung einer bestehenden Struktur handelte, ist nicht vollständig geklärt. Die ursprüngliche Burg umfasste einen Bergfried, einen Palas sowie zwei Burghöfe, umgeben von Mauern. Besonders die Nordmauern des inneren Burghofs und des Palas waren mit 2,5 Metern Dicke robust ausgeführt, vermutlich zum Schutz vor Wurfgeschossen. Umbauten und Erweiterungen erfolgten, insbesondere eine Vergrösserung des Palas, die den äusseren Burghof verschwinden liess. Die Familie von Brienz nahm später den Namen «von Ringgenberg» an. Johann von Ringgenberg, ein Spruchdichter, war bis 1350 Herr der Burg. Nach seinem Tod begann der Niedergang der Familie, und die Burg wurde 1380 von aufständischen Landleuten geplündert und zerstört. Petermann von Ringgenberg, der letzte männliche Erbe, konnte die Burg nicht wieder aufbauen. Seine Töchter verkauften die Ruine an das Kloster Interlaken, und nach der Reformation fiel sie an die Stadt Bern. Im Jahr 1670/71 wurde auf dem Burggelände eine Kirche errichtet, wobei Teile der Ruine als Baumaterial dienten. Restaurierungen der verbliebenen Ruinenteile fanden 1946–1949 und erneut ab 2006 statt, mit einer Wiedereinweihung im Juni 2008.

Lage+

Die Ruine Ringgenberg befindet sich in der Gemeinde Ringgenberg im Bezirk Interlaken-Oberhasli, Kanton Bern, Schweiz, auf einer Höhe von etwa 593 m über dem Meeresspiegel.

Vor Ort+

Auf dem ehemaligen Burggelände steht die Kirche der Evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Ringgenberg, die im 17. Jahrhundert unter Verwendung von Teilen der Burgruine erbaut wurde. Erhalten geblieben sind unter anderem der romanische Wohnturm und verschiedene Mauerabschnitte.

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 46.7011, 7.8972