Leerstehend
Ruine Orr

Einst ein bedeutendes Rittergut, imitierte die Ruine Orr im Rhein-Erft-Kreis in Nordrhein-Westfalen die Architektur einer gotischen Burg.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde Orr im Jahr 1264 unter dem Namen „Urre“. Im 13. Jahrhundert war Jh. Friedrich von Gyltling als Herr von Orr bekannt. Eine Schenkung von Ländereien an den Konvent von St. Severin erfolgte 1342 durch Gobelinus von Udenkoven. Ab 1576 kam es zu Auseinandersetzungen zwischen dem Kölner Erzbischof und dem Herzog von Jülich-Berg um die Landeshoheit, was zeitweise die Besteuerung der Bewohner von Orr erschwerte. Das heutige zweigeschossige Herrenhaus wurde um 1838 für den Bankier Peter Daniel Koch nach Entwürfen des Kölner Dombaumeisters Ernst Friedrich Zwirner errichtet. Die Erben Kochs veräußerten die Anlage später an Werner Pagenstecher.
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Lage: 51.0070, 6.8283