Die Ruine kann besichtigt werden
Ruine Niesten
Die Burg Niesten war eine im Hochmittelalter bedeutende Burganlage auf dem Gebiet der heutigen Stadt Weismain, Ortsteil Niesten, im Landkreis Lichtenfels in Oberfranken.
Die ehemalige Höhenburg befindet sich auf einer markanten Erhebung nordöstlich oberhalb des gleichnamigen Dorfes, heute ein Ortsteil von Weismain, im Krassachtal, einem Seitental des Weismain, südlich des Mains. Sie ist frei zugänglich. Einige wenige Mauerreste sind noch erkennbar.
1128 war die erste Erwähnung der Burg Niesten anlässlich einer vergeblichen Belagerung durch den staufischen Gegenkönig Konrad III. In einer Urkunde des Klosters Michelsberg wurde 1142 Otto von Nisten als Burgherr genannt. Als letzter Angehöriger des unabhängigen Geschlechts der Herren von Niesten wurde 1188 Fridericus de Niste erwähnt.
Um 1190 gelangte die Burg als bischöfliches Lehen an die Herzöge von Meranien. 1207 erschien ein Diepoldus de Nisten in meranischen Diensten. Am 19. Juni 1248 starb Otto II. von Andechs, Herzog von Meranien und Pfalzgraf von Burgund auf der Burg Niesten, ohne Nachkommen zu hinterlassen. Damit endete die Ära des Hauses Andechs-Meranien und die Burg gelangte wieder an die Bischöfe von Bamberg.
Anfang des 14. Jahrhunderts gehörte die Burg zum Besitz der fränkischen Adelsfamilie der Modschiedler von Gerau.
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Lage: 50.0717, 11.2629