Museum
Ruine Neurathen (Rathen)

Nahe der Bastei bei Rathen in der Sächsischen Schweiz liegt die Ruine Neurathen, eine Felsenburg. Als größte Felsenburg der Region sind heute noch die in den Fels gehauenen Räume, Durchgänge, die Zisterne und die Auflager der ehemaligen Holzkonstruktionen erhalten. Teile der Anlage wurden 1982 bis 1984 als Freilichtmuseum rekonstruiert und zugänglich gemacht.
Geschichte+
Die Ursprünge der Felsenburg Neurathen, die an der damaligen Nordgrenze Böhmens lag, sind nicht vollständig geklärt. Archäologische Funde deuten auf eine Besiedlung bereits in der Bronzezeit hin. Die erste indirekte schriftliche Erwähnung erfolgte 1261 in einer Urkunde, die einen Streit zwischen dem Bischof von Meißen und böhmischen Lehnsleuten, darunter Teodoricus de Raten, dokumentiert. 1289 wird in einem Tauschvertrag zwischen König Wenzel II. und Markgraf Friedrich Clem von Meißen erstmals explizit ein „Castrum“ in Rathen genannt. Zu dieser Zeit war die Burganlage ein böhmisches Lehen. Neurathen bildete zusammen mit der tiefer gelegenen Burg Altrathen eine Doppelburg, wobei Neurathen entgegen ihrem Namen als die ältere Anlage gilt. 1361 sprach Kaiser Karl IV. erstmals von zwei Burgen, die den Herren von Michelsberg gehörten. 1406 ging Neurathen durch Kauf an die Berken von der Duba über. Diese Adelsfamilie, die auch von Burg Hohnstein aus agierte, lag in ständiger Fehde mit den meißnischen Markgrafen. 1426 eroberte Friedrich von Oelsnitz im Auftrag des Markgrafen die Burg.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0
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Lage: 50.9617, 14.0746