Die Ruine kann besichtigt werden
Ruine Neunußberg

Geschichte+
Die Herren von Nußberg, ursprünglich Ministeriale der Grafen von Bogen, sind seit dem frühen 12. Jahrhundert belegt. Nach dem Aussterben der Bogen im Jahr 1242 wurden sie Vasallen der Wittelsbacher und zählten weiterhin zu den angesehensten Rittergeschlechtern der Region. Zwischen 1340 und 1350 ließ Konrad von Nußberg die Burg Neunußberg errichten und verlegte den Familiensitz dorthin. Im Jahr 1360 übertrug Herzog Albrecht I. von Niederbayern-Straubing der Familie das Marschallamt in Niederbayern als erbliches Lehen. Als sich 1466 41 Edelleute des Bayerischen Waldes, die „Böckler“, gegen Herzog Albrecht IV. verbündeten, waren auch Warmund und Konrad von Nußberg unter ihnen. Nach der vernichtenden Niederlage im Böcklerkrieg 1468/1469 mussten sie die Burg an den Herzog verkaufen. Ein Blitzschlag zerstörte die Burg 1564, und nach dem Aussterben der Herren von Nußberg im Jahr 1569 fiel die Ruine an die Wittelsbacher. Bereits in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts war die militärisch nutzlos gewordene Anlage unbewohnt und verfiel. 1889 erwarb der Viechtacher Wald-Verein die Burg von den damaligen Besitzern und führte ab 1939 erste Renovierungen durch, um den Erhalt zu sichern.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0
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Lage: 49.0823, 12.9408