Die Ruine kann besichtigt werden
Ruine Lipperode

Südlich des heutigen Lippstädter Ortsteils Lipperode im Kreis Soest liegt die Ruine Lipperode, ein Burgrest einer einstigen Wasserburg. Am rechten Ufer der Lippe gelegen, weist sie eine Bauweise auf, die in Westfalen ihresgleichen suchte.
Geschichte+
Die Niederungsburg wurde 1248 in einem Dokument des Klosters Liesborn urkundlich erwähnt, was Ausgrabungen im Jahr 1987 bestätigten. Kurz zuvor muss mit dem Bau eines romanischen Wohnturms begonnen worden sein, der sich durch 2,4 Meter dicke Bruchsteinmauern und eine annähernd quadratische Grundfläche von 21,8 x 22,2 Metern auszeichnete – eine in Westfalen einzigartige Konstruktion. Obwohl die Edelherren zur Lippe hier nur vorübergehend residierten, spielte die Burg eine Rolle in regionalen Konflikten. 1297 ließ Edelherr Simon I. zur Lippe die Mauern abtragen, um einem Angriff des Kölner Erzbischofs zu entgehen, baute sie jedoch später wieder auf. Die Burg überstand mehrere Fehden, darunter die tecklenburgische und Soester Fehde. Nach einem Landesteilungsvertrag im Jahr 1344 ging Lipperode in den Besitz Bernhards zur Lippe über. Vor 1411 erfolgte ein Umbau, bei dem ein neuer Bergfried entstand.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 51.6881, 8.3769