Die Ruine kann besichtigt werden
Ruine Kemnat

Die Ruine Kemnat war der Mittelpunkt der Herrschaft Großkemnat. Heute ist von der ursprünglichen Anlage hauptsächlich der Bergfried erhalten, der fälschlicherweise als „Römerturm“ bekannt ist. Die Überreste der Burg liegen auf einem Hügelsporn.
Geschichte+
Die Burg Kemnat wurde um 1185 von Volkmar und Markward von Apfeltrang, Dienstmännern der Grafen von Ronsberg, errichtet. Sie nannten sich fortan nach ihrer neuen Burg die Herren von Kemnat. Volkmar II. von Kemnat, auch bekannt als „der Weise“, war eine Persönlichkeit seiner Zeit. Er fungierte als Stadtvogt von Konstanz, gründete das Zisterzienserinnenkloster Oberschönenfeld und pflegte enge Beziehungen zu König Konrad IV., wodurch er 1246 in den Stand der Reichsministerialität aufstieg. Später, ab 1263, war er an der Erziehung Konradins, des letzten Staufererben, beteiligt. Nach Volkmar II. übernahm 1284 sein Sohn Markward die Burg. Die Burg wechselte durch Erbfolge und Verkauf mehrfach den Besitzer, darunter die Herren von Ramschwag und die Herren von Benzenau. Im Bauernkrieg von 1525 blieb die Burg Kemnat unversehrt. 1551 verkaufte Simprecht von Benzenau die Anlage an das Stift Kempten, das dort ein Pflegeamt einrichtete und ein Amtshaus erbaute.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0
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Lage: 47.8832, 10.5852