Die Ruine kann besichtigt werden
Ruine Kartause Eppenberg (Gensungen)

Nahe Gensungen im hessischen Schwalm-Eder-Kreis liegt die Ruine Kartause Eppenberg, einst ein Kloster, auf etwa 225 Metern über dem Meeresspiegel.
Geschichte+
Um 1217 erhielten Prämonstratenserinnen aus dem Kloster Ahnaberg die Erlaubnis, auf dem Eppenberg ein Filialkloster zu gründen, was Erzbischof Siegfried II. von Mainz 1219 bestätigte. Anfänglich als Tochterkloster von Ahnaberg geführt, entwickelte sich Eppenberg bis 1250 zu einem selbstständigen Stift, das unter dem Schutz der Abtei Spieskappel florierte. Schenkungen und Landerwerb in umliegenden Ortschaften wie Altenbrunslar und Gensungen trugen zu seinem Wohlstand bei. Im Jahr 1269 ging die Gründung des Prämonstratenserinnenstiftes St. Georg in Homberg auf Propst Arnold von Eppenberg zurück. Doch der Reichtum führte zu Disziplinverfall und Misswirtschaft, was Landgraf Ludwig I. beklagte. Eine päpstliche Bulle löste das Stift 1438 auf und wandelte es in eine Kartause um, die 1440 von Mönchen aus Erfurt bezogen wurde und den Namen „St. Johannis“ erhielt. Landgraf Ludwig II. schenkte dem Kloster 1471 den Wimmenhof und die Burg Heiligenberg. Im Zuge der Reformation wurde das Kloster 1527 säkularisiert und von Landgraf Philipp I.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0
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Lage: 51.1441, 9.4642