Die Ruine kann besichtigt werden
Ruine Karlstein

Die Ruine Karlstein liegt auf einem Felsen oberhalb des Thumsees. Sie ist ein Ziel für Wanderer und Geschichtsinteressierte.
Geschichte+
Die Ursprünge der Befestigungsanlage Karlstein reichen bis kurz vor 1150 zurück, als Konrad von Peilstein mit dem Bau begann. Vermutlich folgte die Familie Peilstein einem Ruf des Salzburger Erzbischofs, der sie als weltliche Vertreter vor Gericht eingesetzt hatte. Die erste urkundliche Erwähnung der Burg erfolgte im Jahr 1208. Nur zehn Jahre später, 1218, fiel Karlstein an den Bayernherzog, der fortan seine Dienstleute mit der Verwaltung beauftragte. Ein Burghauptmann namens Karl, der Ende des 12. Jahrhunderts hier lebte, könnte der Namensgeber der gesamten Anlage gewesen sein. Ab dem späten Mittelalter verfügte Karlstein über die niedere Gerichtsbarkeit in der sogenannten Hofmark. Die Bayernherzöge vergaben die Burg und die Hofmark gegen Zahlungen an Reichenhaller Patrizier oder hochrangige Beamte, die einen standesgemäßen Wohnsitz suchten. Unter der Familie Fröschl von Marzoll und Tauerstein wurde die Burg zu einem Schloss umgebaut, doch verfiel sie bis zum Ende des 17. Jahrhunderts. Aus dieser Spätzeit ist noch ein Rundbogentor erhalten. Im Jahr 1671 kam es zum Abriss der baufälligen westlichen Außenmauer.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0
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Lage: 47.7186, 12.8408