Die Ruine kann besichtigt werden
Ruine Hilgartsberg

Die Ruine Hilgartsberg, eine Spornburg, steht hoch über dem Donautal bei Hofkirchen im Landkreis Passau. An einem steilen Hang gelegen, markiert sie den Übergang der Donau aus dem Dungau in ihr Durchbruchstal.
Geschichte+
Die erste Erwähnung eines Ezil de Hilkerirchesberg datiert auf das Jahr 1112. Die Burg gehörte ursprünglich zur Grafschaft Windberg unter der Lehnsherrschaft der Bischöfe von Bamberg. Im Jahr 1207 wurde sie an Walchunus von Kamm verliehen, der sie später seinen Neffen Alram und Albert von Hals sowie Bernhard von Uttendorf vermachte. Dies führte zu Auseinandersetzungen mit den Bischöfen von Passau und Bamberg. Ein Schiedsgericht sprach die Herrschaft 1226 Graf Rapoto II. von Ortenburg zu. Nach dem Tod seines Sohnes Rapoto III. im Jahr 1248 verkauften dessen Tochter Elisabeth und ihr Gemahl Hartmann I. von Werdenberg den Besitz 1259 an Herzog Heinrich von Niederbayern. Die Herzöge verwalteten die Burg zunächst durch Pfleger, belehnten sie aber 1309 an Seifried den Puchberger. Nach dessen Tod 1326 gelangte die Veste an die Ecker von Eck. Als Peter Ecker von Eck in Ungnade fiel, wurde die Burg 1357 vom Herzog belagert und eingenommen. Herzog Albrecht ließ die Anlage 1360 mit Wällen und einem Turm verstärken und setzte erneut herzogliche Pfleger ein. Ende des 15. Jahrhunderts wurden die Weisenberger belehnt, nach deren Aussterben 1596 Rudolph Freiherr von Pollweil und Weilerthal. Nach dem Erlöschen seines Geschlechts 1617 verlieh Kurfürst Maximilian I. das Gut an Hanns Ernest Graf Fugger. Die Fugger, die die Burg nie selbst bewohnten, bauten sie nach einem Brand im Jahr 1626 aus. Im Spanischen Erbfolgekrieg wurde Hilgartsberg 1704 von den Österreichern besetzt. Während des Österreichischen Erbfolgekrieges wurde die Burg am 11. November 1742 von österreichisch-ungarischen Truppen erobert und niedergebrannt. Die Fugger verzichteten auf einen Wiederaufbau.
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Lage: 48.6613, 13.1526