Die Ruine kann besichtigt werden
Ruine Heuberg (Kradolf-Schönenberg)

Über die Burg Heuberg liegen keine Schriftquellen aus dem Mittelalter vor. Da bislang auch keine archäologischen Untersuchungen vorgenommen wurden, kann über ihre Geschichte nur spekuliert werden. Die Anlage erhob sich auf einer rund 100 Meter langen Hügelkuppe, die am südlichen Ende durch einen Halsgraben geschützt war. Der Kern bestand offenbar aus einem trapezförmigen, innerlich unterteilten Bauwerk, von dem heute noch bis zu 3 Meter hohe Mauern erhalten geblieben sind. Offen bleibt, ob der schmale Nordteil der Hügelkuppe ebenfalls überbaut war.
Das Mauerwerk aus lagenhaft geschichteten, wenig bearbeiteten Bollensteinen ist jenem der benachbarten Burg Schönenberg sehr ähnlich. Auch die mittelalterlichen Besitzverhältnisse lassen vermuten, dass beide Burgen zu derselben Herrschaft gehörten und vielleicht Sitz verschiedener Familienzweige der Herren von Schönenberg waren. Diese werden 1159 erstmals urkundlich erwähnt. Von Friedrich von Schönenberg, der 1211 am 4. Kreuzzug teilnahm, ist bekannt, dass er fünf Söhne hatte. Möglicherweise wurde Heuberg um jene Zeit für einen von ihnen errichtet.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0
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Lage: 47.5149, 9.1960