Das Kastell kann besichtigt werden
Römisches Kastell CELEVSVM (Celeusum)

Römisches Kastell CELEVSVM+
Das Römische Kastell CELEVSVM, auch bekannt als Castrum Celeusum, war ein militärischer Stützpunkt der Römerzeit. Es liegt in der Flur vor dem Markt Pförring im Landkreis Eichstätt in Bayern und diente der Sicherung eines Donauübergangs. Die Überreste des Kastells sind heute noch in der Landschaft erkennbar.
Geschichte+
Die Besatzung des Kastells, die Ala I Flavia singularium civium Romanorum pia fidelis, eine berittene Einheit von etwa 500 Mann, errichtete das erste Holz-Erde-Kastell zu Beginn des 2. Jahrhunderts. Im Jahr 141 wurde das Kastell unter Kaiser Antoninus Pius in Stein ausgebaut, wie eine Bauinschrift belegt. Die Wehrmauer aus Kalkstein war etwa einen Meter dick und besaß einen hölzernen Wehrgang. Die vier Doppeltore waren mit Rundbögen aus Tuffstein versehen. Das Kastellende wird im Alamannensturm von 233 n. Chr. vermutet. Schon im 16. Jahrhundert wurde die Biburg, wie der Kastellplatz auch genannt wird, von Gelehrten wie Johannes Aventinus beachtet. Im 19. Jahrhundert wurden zahlreiche Funde gemacht, darunter Münzen aus der Zeit Hadrians und eine Bauinschrift. Die Reichs-Limes-Kommission führte später Grabungen durch, die die Struktur des Kastells mit seinem Doppelspitzgraben, den Ecktürmen und Toren sowie den Principia (Stabsgebäude) aufdeckte. Forschungen mittels Magnetfeldmessungen und Luftbildern haben Einblicke in die Innenbebauung, wie Mannschaftsbaracken und Ställe, ermöglicht. Im Jahr 2009 fanden Grabungen am Nordosttor statt, mit dem Ziel, das Areal für Besucher zu erschließen und ein Stahlgerüst als Nachbildung eines römischen Tores zu errichten.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0
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Lage: 48.8185, 11.6818