Das Kastell kann besichtigt werden
Römisches Kastell Arnsburg (Lich)

Das Römische Kohortenkastell Arnsburg, auch bekannt als Kastell Arnsburg-Alteburg, diente von vor 90 bis 260 n. Chr. als Militärstützpunkt in Hessen, gelegen im nördlichsten Bogen des Limes westlich von Lich in der Wetterau. Es ist heute ein Bodendenkmal mit teilweise rekonstruierten Grundmauern.
Geschichte+
Die Ursprünge des Kastells reichen in die zweite Hälfte des 1. Jahrhunderts unter Kaiser Domitian zurück, als es im Zuge der Germanenkriege errichtet wurde. Zunächst als Holz-Erde-Lager konzipiert, wurde es um 90 n. Chr. zu einem befestigten Kastell ausgebaut, das dem typisch römischen Rechteckschema mit vier Toren und insgesamt 16 Türmen folgte. Es bot Platz für eine Kohorte von etwa 600 Soldaten und umfasste steinerne Innenbauten wie das Stabsgebäude, das Kommandantenwohnhaus und Speicher. Auf einer Hochfläche gelegen, ermöglichte es die Überwachung des Limes. Im 3. Jahrhundert kam es zu weiteren Befestigungen. Zwischen 250 und 260 n. Chr. gaben die Römer den Limes und damit auch das Kastell Arnsburg auf. Im 12. Jahrhundert versuchten Benediktinermönche, auf dem Areal ein Kloster zu errichten, nutzten dabei Material des verlassenen Kastells, gaben das Vorhaben jedoch nach kurzer Zeit auf. Später entstand das Zisterzienserkloster Arnsburg in der Nähe.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0
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Lage: 50.4874, 8.7843