Der römische Wachturm kann besichtigt werden
Römischer Wachturm Weiach
Der Römische Wachturm Weiach in Weiach im Kanton Zürich in der Schweiz war ein Bestandteil des ehemaligen Donau-Iller-Rhein-Limes und diente als Teil eines römischen Verteidigungssystems.
Geschichte+
Nachdem der Obergermanisch-Raetische Limes im 3. Jahrhundert n. Chr. aufgegeben wurde, benötigte das Römische Reich ein neues Verteidigungskonzept für seine Nordwestgrenzen. Um 260 n. Chr. zogen sich die römischen Truppen an leichter zu verteidigende Flüsse wie Rhein, Donau und Iller zurück. Ab etwa 285 n. Chr. begann der Bau zahlreicher Kastelle und Wachtürme entlang dieser neuen Grenzlinie, darunter auch der Wachturm Weiach. Dieses Festungsbauprogramm wird Kaiser Probus (276-282) oder, wahrscheinlicher, Diokletian (284-305) und seinen Mitkaisern zugeschrieben. Die Wachtürme waren in Sichtabstand zwischen den Kastellen platziert und dienten der Grenzüberwachung sowie der schnellen Alarmierung bei Angriffen. Im 4. Jahrhundert n. Chr. konnte sich das Römische Reich dank dieser Befestigungen gut gegen germanische Einfälle behaupten. Kaiser Valentinian I. (364-375) ließ um 370 n. Chr. ein weiteres Befestigungsprogramm durchführen, zu dem vermutlich auch der Wachturm Weiach gehörte. Auch nach dem Abzug der römischen Truppen im frühen 5. Jahrhundert und dem Zusammenbruch der Rheingrenze um 406/407 blieben die Befestigungen teilweise in Gebrauch, verteidigt von föderierten Burgundern. Erst nach 450 beschleunigte sich der Verfall der römischen Herrschaft nördlich der Alpen.
Lage+
Der Römische Wachturm Weiach liegt in der Gemeinde Weiach, die zum Bezirk Dielsdorf im Kanton Zürich in der Schweiz gehört. Seine Position auf etwa 363 m über dem Meeresspiegel bot eine strategisch günstige Aussicht.
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 47.5713, 8.4550