Der römische Wachturm kann besichtigt werden
Römischer Wachturm 9/116

Der Obergermanisch-Raetische Limes ist mit einer Länge 550 km, von Eining bei Regensburg bis Rheinbrohl am Rhein, das größte Bodendenkmal in Deutschland und wurde von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt. Mit Limes (lat. Grenzweg/-wall) werden dabei die Grenzanlagen des römischen Imperiums bezeichnet, die gegen Ende des 1. Jahrhunderts n. Chr. errichtet wurden.
Diese Grenze wurde durch mehr als 900 Türme überwacht, die in der Entstehungsphase etwa ab 80 n. Chr. in Holzbauweise errichtet wurden. Es folgten Steintürme, die ab 150 n. Chr. verputzt wurden. Durch Ausgrabungen ist bekannt, dass der weiße Verputz oft eingerissene Fugen aufwies, die in Terrakotta ausgemalt waren. Dadurch entstand der Eindruck eines schönen Quadermauerwerks.
Dieser Wachturm, direkt an der Straße errichtet, liegt am Liasrand. Nachdem das Turmfundament 1814 erstmals erkannt worden war, erfolgten 1896 die ersten Grabungen an diesem Platz. Das Landesdenkmalamt Baden-Württemberg führte 1977 erneut Ausgrabungen durch. Der 6 × 6 m große Steinturm besaß zwei Bauphasen.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0
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Lage: 48.9291, 9.6185