Der römische Wachturm kann besichtigt werden
Römischer Wachturm 13/45

Der Obergermanisch-Raetische Limes ist mit einer Länge 550 km, von Eining bei Regensburg bis Rheinbrohl am Rhein, das größte Bodendenkmal in Deutschland und wurde von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt. Mit Limes (lat. Grenzweg/-wall) werden dabei die Grenzanlagen des römischen Imperiums bezeichnet, die gegen Ende des 1. Jahrhunderts n. Chr. errichtet wurden.
Diese Grenze wurde durch mehr als 900 Türme überwacht, die in der Entstehungsphase etwa ab 80 n. Chr. in Holzbauweise errichtet wurden. Es folgten Steintürme, die ab 150 n. Chr. verputzt wurden. Durch Ausgrabungen ist bekannt, dass der weiße Verputz oft eingerissene Fugen aufwies, die in Terrakotta ausgemalt waren. Dadurch entstand der Eindruck eines schönen Quadermauerwerks.
An dieser Stelle entdeckte die RLK zwei Steintürme und einen älteren Holzturmgraben. Der Befund ist an dieser Strecke einzigartig. Der fast genau in Nord-Südrichtung liegende Holzturm stand zehn Meter hinter der später errichteten rätischen Mauer.
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Lage: 49.1123, 10.6782