Antike BautenBuch

Römischer Wachturm 12/77

Römischer Wachturm 12/77

Die Reste des römischen Wachturms können besichtigt werden

Der Obergermanisch-Raetische Limes ist mit einer Länge 550 km, von Eining bei Regensburg bis Rheinbrohl am Rhein, das größte Bodendenkmal in Deutschland und wurde von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt. Mit Limes (lat. Grenzweg/-wall) werden dabei die Grenzanlagen des römischen Imperiums bezeichnet, die gegen Ende des 1. Jahrhunderts n. Chr. errichtet wurden.
Diese Grenze wurde durch mehr als 900 Türme überwacht, die in der Entstehungsphase etwa ab 80 n. Chr. in Holzbauweise errichtet wurden. Es folgten Steintürme, die ab 150 n. Chr. verputzt wurden. Durch Ausgrabungen ist bekannt, dass der weiße Verputz oft eingerissene Fugen aufwies, die in Terrakotta ausgemalt waren. Dadurch entstand der Eindruck eines schönen Quadermauerwerks.

1969 wurden die Fundamente des Steinturms vom Landesdenkmalamt Baden-Württemberg freigelegt und nach der Untersuchung durch den Ostalbkreis restauriert. Die Archäologen stellten für Wp 12/77 drei Ausbauphasen fest. Etwas südlicher der späteren Limesmauer konnte ein nach Befunden vom Limestor Dalkingen wohl um 130 bis 135 n. Chr. errichteter Holzwachturm nachgewiesen werden, in dessen Nähe Reste der hölzernen Limespalisade erhalten geblieben waren. Ihr Alter ist durch die im nahen Schwabsberg ergrabenen Hölzer recht genau bekannt. Planck und Baatz haben ihre Erbauung in die Zeit von 161 bis um 165 n. Chr. gelegt. Mit dem Ende des vielleicht alt und schadhaft gewordenen ersten Turmes war ein nur noch in geringen Resten überlieferter, 6,5 × 5,5 Meter großer Steinturm nordwestlich des hölzernen Vorgängerbaues entstanden. Die um ihn herumlaufende grabenartige Vertiefung machte deutlich, dass diese Befestigung einst frei im Feld stand. Zwar konnte dort die Eichenstammpalisade nicht nachgewiesen werden, doch gehört der Turm sicher noch in diesen Zeitraum. Der Ausbau der Limesmauer in Stein wurde während der Regierungszeit des Kaisers Septimius Severus (193 bis 211 n.

Du möchtest mehr über dieses Objekt erfahren?

Die vollständige Beschreibung gibt es mit Premium — dazu Offline-Pakete, Audio-Guide und hochauflösende Bilder.

  • Alle Beschreibungstexte, auch die der ~17.700 Premium-Objekte
  • Audio-Guide: Beschreibungen unterwegs vorlesen lassen
  • AR-Sucher: Objekte durch die Kamera sehen, mit Entfernung und Richtung
  • Unbegrenzte Merkliste

14 Tage kostenlos testen, danach ab 2,99 € im Monat. Jederzeit kündbar.

Schon Premium und trotzdem gesperrt?

Die Anmeldung gilt je Adresse. Auf mobilegeschichte.de musst du dich einmal separat anmelden — dein Premium gilt dann auch hier.

Anmelden

Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Wp12_77_Rekonstruktion.jpg

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 48.9158, 10.1308