Der römische Wachturm kann besichtigt werden
Römischer Wachturm 1/84

Der Obergermanisch-Raetische Limes ist mit einer Länge 550 km, von Eining bei Regensburg bis Rheinbrohl am Rhein, das größte Bodendenkmal in Deutschland und wurde von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt. Mit Limes (lat. Grenzweg/-wall) werden dabei die Grenzanlagen des römischen Imperiums bezeichnet, die gegen Ende des 1. Jahrhunderts n. Chr. errichtet wurden.
Diese Grenze wurde durch mehr als 900 Türme überwacht, die in der Entstehungsphase etwa ab 80 n. Chr. in Holzbauweise errichtet wurden. Es folgten Steintürme, die ab 150 n. Chr. verputzt wurden. Durch Ausgrabungen ist bekannt, dass der weiße Verputz oft eingerissene Fugen aufwies, die in Terrakotta ausgemalt waren. Dadurch entstand der Eindruck eines schönen Quadermauerwerks.
Auf dem mit 423 m ü NN höchsten Punkt der Umgebung, ungewöhnliche 180 m hinter dem Limes befindlicher, außergewöhnlich großer Steinturm mit den Abmessungen von 8,00 m mal 6,50 m. Die Stärke der Fundamentmauern betrug 1,30 m. Unter dem Steinturm wurden Spuren eines älteren Holzturms festgestellt.
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Lage: 50.3699, 7.7565