Das Kastell kann besichtigt werden
Römische Festung Castra Martis
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Die Römische Festung Castra Martis, benannt nach dem Kriegsgott Mars, ist ein Bestandteil des ehemaligen Donaulimes. Sie befindet sich in der bulgarischen Stadt Kula und sicherte einst eine Abzweigung der Via Istrum.
Geschichte+
Nach der Eroberung der Gebiete zwischen dem Balkan und der Donau im ersten nachchristlichen Jahrhundert durch das Römische Reich, entstand Castra Martis als Teil des befestigten Donaulimes. Ihre Aufgabe war es, eine Straßenverbindung über den Wraschka-Tschuka-Pass zu schützen. Mit der Expansion des Reiches unter Kaiser Trajan nach Dakien verlor die Festung zeitweise an Bedeutung. Ende des 3. und Anfang des 4. Jahrhunderts, nach dem Rückzug aus Dakien, wurde der untere Donaulimes und damit auch Castra Martis wieder verstärkt. Die Festung war ein Bischofssitz, und ihr Bischof Calvus nahm 342 an der Synode von Serdica teil. Im Jahr 378 suchte der weströmische Kaiser Gratian hier Schutz, nachdem er auf dem Weg zur Schlacht von Adrianopel war. Im frühen 5. Jahrhundert, um 408 oder 409, wurde Castra Martis von den Hunnen unter Uldin eingenommen und geplündert. Auch die Goten fügten der Festung im 4. Jahrhundert Schaden zu. Laut Prokopios von Caesarea ließ Kaiser Justinian I. die Festung im 6. Jahrhundert gegen slawische Invasionen wieder aufbauen, doch wurde sie noch im selben Jahrhundert von Slawen und Awaren erobert. Die endgültige Zerstörung erfolgte während der awarischen Invasion von 586/587. Im 13. und 14. Jahrhundert, während des Zweiten Bulgarenreiches, wurde die Festung erneut befestigt und diente als Verteidigungsbollwerk für Widin, bis sie 1396 von den Osmanen endgültig zerstört wurde.
Lage+
Die Römische Festung Castra Martis liegt in der Stadt Kula, im Bezirk Kula, in der Region Widin in Bulgarien, auf einer Höhe von etwa 284 Metern über dem Meeresspiegel.
Vor Ort+
Die Ruinen des Kastells können besichtigt werden. In der Stadt Kula befindet sich zudem ein Heimatmuseum, das Fundstücke aus der Festung sowie ein Miniaturmodell von Castra Martis ausstellt. Der heutige Name der Stadt Kula leitet sich von einem noch erhaltenen Turm der Festung ab.
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 43.8907, 22.5240