Leerstehend
Rittergut Sagisdorf

Das Rittergut Sagisdorf, ein ehemaliges Herren- und Gutshaus, befindet sich im heutigen Halle (Saale). Das Gebäude steht heute leer, während der umgebende Park unter Landschaftsschutz steht.
Geschichte+
Die erste Erwähnung des Ritterguts Sagisdorf erfolgte im 14. Jahrhundert im Zusammenhang mit einem tödlichen Konflikt zwischen Henning von Steinfurt und Albrecht von Dieskau. Im Jahr 1358 wurde das Gut im Rahmen einer Familienversöhnung von Erzbischof Otto an Conrad von Dieskau übertragen. Später, im Jahr 1476, übernahm Hans Rauchhaupt zu Hohenthurm den Besitz. Bis 1945 wechselte das Rittergut mehrfach zwischen den eng verwandten Familien von Rauchhaupt und von Werder. Der letzte Besitzer vor 1945, Hans Klaus von Werder, entwickelte das 70 Hektar große Gut zu einem landwirtschaftlichen Betrieb, der Halle/Saale und Leipzig mit Edelobst und Frühgemüse versorgte, darunter auch beheizte Gewächshäuser. Nach der Enteignung und Vertreibung der Familie von Werder durch die Kommunisten im Jahr 1945 diente das Gutshaus kurzzeitig der Roten Armee und später Flüchtlingen.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Roland Neubert, Halle (Saale)
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 51.4884, 12.0432