Museum
Privatbesitz
Rittergut Möglin
Das Rittergut Möglin in Reichenow-Möglin, Brandenburg, ist ein Herren- und Gutshaus, das durch seine Verbindung mit dem Agrarwissenschaftler Albrecht Daniel Thaer bekannt wurde. Die Anlage, bestehend aus Wirtschaftshof, Gutshaus, Inspektorenhaus und Park, steht unter Denkmalschutz.
Geschichte+
Möglin wurde 1343 als Besitz der Familie von Eichendorff erstmals urkundlich erwähnt. Im Landbuch Karls IV. von 1375 wurde Mogelyn mit 20 Hufen verzeichnet, wobei die Familie von Pfuel einen Großteil besaß. Zwischen 1448 und 1483 teilten sich die Eichendorffs und die Familie von Barfus den Besitz. Letztere übernahm das gesamte Gut und prägte Möglin für über 300 Jahre. Im Jahr 1592 ließ der kaiserliche Rittmeister Heinrich von Barfus das heutige Gutshaus errichten. Um 1598 entstand die Dorfkirche. Der Dreißigjährige Krieg führte zur Zerstörung des Gutes, das 1652 menschenleer war. Im Jahr 1765 musste Friedrich Ludwig von Barfus das Anwesen verkaufen. Nach mehreren Besitzerwechseln erwarb 1804 der Agrarwissenschaftler Albrecht Daniel Thaer das Gut. Er etablierte Möglin als Mustergut für rationale Landwirtschaft und gründete 1806 die erste akademische Lehranstalt für Landwirtschaft im deutschsprachigen Raum, die bis 1861 von seinen Nachfahren weitergeführt wurde.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Jörg Heldt
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Lage: 52.6663, 14.1073