Leerstehend
Rittergut Kürbitz

Das Rittergut Kürbitz in Weischlitz, Sachsen, ist ein Herren- und Gutshaus, dessen Ursprünge auf eine Wasserburg zurückgehen. Es war über Jahrhunderte im Besitz der Familie von Feilitzsch und prägt das Landschaftsbild des Vogtlandkreises, auch wenn es derzeit leer steht.
Geschichte+
Die Familie von Feilitzsch, die um 1300 als Grundherren in Kürbitz auftrat, begründete das Rittergut. Jobst von Feilitzsch erwarb im späten 15. Jahrhundert verschiedene Vorwerke im Ort und formte daraus das Gut. Eine frühere Wasserburg am Flussübergang der Weißen Elster wurde zum Herrenhaus umgestaltet. Rund 700 Jahre lang, bis zur Enteignung 1945, verblieb das Anwesen im Besitz dieser Adelsfamilie. Im 17. Jahrhundert ließ Urban Caspar Freiherr von Feilitzsch das Gebäude zu einem Wohnschloss umbauen, wodurch es seine heutige Form erhielt. Der mittelalterliche Wohnturm wurde dabei mit einem vorkragenden Fachwerkaufsatz und einem steilen Satteldach versehen. Anfang des 19. Jahrhunderts kamen Anbauten mit Walmdächern an der Nord- und Ostseite hinzu. Nach einer Renovierung von 1936 bis 1938 diente das Herrenhaus nach dem Zweiten Weltkrieg als Unterkunft für Vertriebene. Ein Brand zerstörte 1961 die Kartoffelbrennerei, und weitere Wirtschaftsgebäude verfielen oder wurden abgerissen.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Thomas Eichler
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 50.4618, 12.0735