Museum
Rittergut Ingersleben

Das Rittergut Ingersleben, ein historisches Herren- und Gutshaus in Thüringen, beherbergt heute ein Museum.
Geschichte+
Bereits im 14. Jahrhundert wurde eine Wehranlage mit Wassergraben erwähnt, die den Ursprung des Rittergutes bildet. Der Besitz wechselte durch verschiedene Adelsfamilien, darunter die von Ingersleben und von Gleichen. Im Jahr 1609 erwarb der Erfurter Waidhändler Hans von Ziegler das Anwesen und ließ ein großes Gutshaus errichten. Sein Verwandter Otto Heinrich von Ziegler, ebenfalls Waidhändler aus Erfurt, fügte 1622 anlässlich seiner Hochzeit ein Spätrenaissance-Portal mit Wappentafel und Torbogen hinzu. Zwischen 1786 und 1883 gehörte das Gut Baron Adolf Otto Freiherr von Münchhausen, der mit dem Schriftsteller Gustav Freytag befreundet war. Freytag nutzte Ingersleben als Schauplatz in seinem Roman „Die Ahnen“. 1883 erwarb der Landesökonomierat Robert Wagner das Gut und erweiterte 1894 eine bestehende Villa im Schlosspark. Nach dem Übergang an Horst und Siegismund von Zakrzewski im Jahr 1942 wurde die Familie 1946 im Zuge der Bodenreform enteignet. In den Jahren 1947/48 wurden Teile des Anwesens, darunter die Villa und Wirtschaftsgebäude, abgerissen. Das Gutshaus blieb erhalten und beherbergt seit 1979 ein Heimatmuseum.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 50.9209, 10.9359