Privatbesitz
Rittergut Bug

Im Ortsteil Bug der Gemeinde Weißdorf in Bayern befindet sich das Rittergut Bug, ein ehemaliges Herren- und Gutshaus, das heute noch als umfangreicher Gutsbesitz existiert.
Geschichte+
Die Ursprünge des Ritterguts Bug reichen weit zurück, mit Hinweisen auf frühe wehrhafte Anlagen wie eine Turmhügelburg auf dem Bugberg und eine weitere im Dorf, die wahrscheinlich aus dem 12. Jahrhundert oder später stammen. Diese dienten den Rodungsherren als Schutz und zur Repräsentation, möglicherweise auch zur Sicherung einer mittelalterlichen Fernstraße. Eine steinerne Kemenate wurde im Dorf bereits 1502 erwähnt. Anfang des 14. Jahrhunderts traten die Herren von Sparneck als Besitzer auf, deren Herrensitz einen Gutshof und eine Mühle umfasste. Dieser ursprüngliche Standort befand sich auf der gegenüberliegenden Straßenseite des heutigen Gutes und wurde vermutlich bei den Hussitenkriegen 1430 oder im Fränkischen Krieg 1523 zerstört. Ende des 16. Jahrhunderts wurde das Rittergut mit Materialien der alten Anlage und der Burg Uprode neu errichtet und später mit einer Schäferei verbunden. Nach den von Sparneck, die den Besitz mehrfach verpfändeten, erbte 1590 die Familie von Tettau das Gut. Weitere Adelsgeschlechter wie die von Lindenfels und von Schönburg-Waldenburg folgten. Im Jahr 1783 ließ Johann Georg August Friedrich von Lindenfels die Reste des Ritterguts abreißen und ein neues Schloss in unmittelbarer Nähe errichten.
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Lage: 50.1957, 11.8472