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Rittergut Broich (Anrath)

Das Rittergut Broich in Anrath, Nordrhein-Westfalen, ist ein Herren- und Gutshaus. Es präsentiert sich heute als Schlösschen, das auf den Fundamenten eines älteren Bauwerks errichtet wurde und eine Neugestaltung um die Jahrhundertwende zeigt.
Geschichte+
Nach einem Besitzerwechsel im Jahr 1865 stand das Gut leer und verfiel, wobei ein Brand die Vorburg weitgehend zerstörte. Im Jahr 1895 erwarb ein Kölner Fabrikant das Anwesen. Er ließ das ursprüngliche Herrenhaus abreißen und errichtete an dessen Stelle 1898 das heutige Haus Broich. Auch die Wirtschaftsgebäude wurden um die Jahrhundertwende als Vierkanthof neu aufgebaut. Während des Zweiten Weltkriegs blieb das Herrengebäude weitgehend unversehrt, lediglich der obere Teil des großen Turmes wurde beschädigt. Auf Anregung des Aachener Bischofs Johannes Joseph van der Velden zogen 1946 Ordensschwestern der Kongregation der Schwestern von der hl. Elisabeth ein, um eine Besinnungsstätte zu gründen. Diese wurde bald zu einem Kinderheim für Flüchtlingskinder aus Schlesien. Von 1956 bis 1976 beherbergte das Anwesen zusätzlich ein Förderschulinternat für Aussiedlerkinder. Das Kinderheim bestand bis 1986, danach diente das Gebäude vorübergehend als Unterkunft für Bewohner eines Krefelder Altenheimes während dessen Renovierung.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 51.2718, 6.4857