Museum
Residenzschloss Dessau

Der Johannbau, der ehemalige Westflügel des Residenzschlosses Dessau, war einst die Residenz der Fürsten und Herzöge von Anhalt-Dessau. Er gilt als eines der frühesten Renaissancebauwerke in Mitteldeutschland und beherbergt heute ein Museum.
Geschichte+
Die Ursprünge des Schlosses reichen bis ins Jahr 1341 zurück, als es aus den Steinen der durch ein Mulde-Hochwasser zerstörten Burg Waldeser errichtet wurde. Nach Bränden in den Jahren 1405 und 1467 erfolgte ein Neubau unter den Dessauer Fürstenbrüdern Johann IV., Georg III. und Joachim. Der Baubeginn des Johannbaus könnte bereits im Jahr 1529 gewesen sein. Der Treppenturm wurde zwischen 1531 und 1533 errichtet. Benannt wurde der Johannbau nach Johann IV., dem Bauherrn. Stilistisch gehört der Bau der Frührenaissance an, erkennbar an Kugeln und Lilienmaßwerkfriesen. Zwischen 1571 und 1580 wurde der Johannbau erstmals erweitert. Im 18. Jahrhundert, von 1748 bis 1753, erfolgte eine Umgestaltung und Erweiterung nach Entwürfen von Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff. Der Johannbau überstand diese Umbauten. Ursprünglich beherbergte er lange Säle, die später in kleinere Räume unterteilt wurden. Im Ostflügel befanden sich die Gemächer der fürstlichen Familie, während der Südflügel einen Festsaal über der Hofküche enthielt. Im Jahr 1777 wurde ein hölzernes Theater eingerichtet. Weitere Umbauten, darunter eine Aufstockung des Westflügels zwischen 1812 und 1813 und der Bau eines weiteren Treppenturms im Neorenaissance-Stil 1874, prägten das Schloss. Am 7.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Roland Neubert, Halle (Saale)
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Lage: 51.8325, 12.2479