Museum
Prinzeßhof zu Itzehoe

In Itzehoe steht der Prinzeßhof, ein ehemaliges Adelspalais, dessen Ursprünge bis ins 16. Jahrhundert zurückreichen. Es beherbergt heute das Kreismuseum.
Geschichte+
Die erste urkundliche Erwähnung eines Gebäudes an dieser Stelle datiert auf das Jahr 1556, als es als Wohnhaus des Itzehoer Klosters diente. Im Jahr 1569 erwarb der Steinburger Amtmann Otto von Thienen das Anwesen und errichtete einen Doppelbau, den er fortan als Thienenhof bezeichnete. Rund 80 Jahre diente dieser Hof seiner Familie als Wohnsitz. Der Prinzeßhof überstand die Wirren des Dreißigjährigen Krieges weitgehend unbeschadet, im Gegensatz zu vielen anderen Gebäuden Itzehoes. Eine umfangreiche Erweiterung erfolgte 1674 unter Amtmann Niklas von Brüggemann, bei der das Gebäude um ein Drittel vergrößert, mit einem hohen Walmdach versehen und das Mittelportal barock umgestaltet wurde. Bis ins frühe 19. Jahrhundert erlebte das Palais zahlreiche Bewohnerwechsel und entsprechende Umbauten. Es diente mehreren Amtmännern als Wohn- und Verwaltungssitz und war im Besitz namhafter Familien wie der Blomes und des Grafen Rochus Friedrich zu Lynar. Von 1807 an war es kurzzeitig die Residenz des vor Napoleon geflohenen Kurfürsten Wilhelm I. von Hessen-Kassel.
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Lage: 53.9237, 9.5160