Museum
Plassenburg
Die Plassenburg ist eine Höhenburg über der oberfränkischen Stadt Kulmbach. Als eines der bedeutendsten Renaissancebauwerke Deutschlands prägte sie den Festungsbau ihrer Zeit und ist heute ein weithin sichtbares Wahrzeichen.
Geschichte+
Die erste urkundliche Erwähnung der Plassenburg datiert auf das Jahr 1135, als Graf Berthold II. von Andechs sich als „comes de Plassenberch“ bezeichnete und vermutlich als Bauherr fungierte. Zunächst diente die Burg den meranischen Herrschern als wichtiger Stützpunkt in der Region. Nach dem Aussterben der Andechs-Meranier fiel die Plassenburg an die Grafen von Orlamünde. Im Jahr 1338 verpfändete Graf Otto VI. von Orlamünde die Herrschaft an Burggraf Johann II. von Nürnberg, wodurch die Burg 1340 in den Besitz der Hohenzollern überging. Unter ihrer Ägide entwickelte sich die Plassenburg zu einem neuen Machtzentrum in Franken und wurde 1397 zum Alterssitz von Burggraf Friedrich V. Nach der Aufteilung des Territoriums wurde sie zum Mittelpunkt des Fürstentums ob dem Gebirg. Im 15. Jahrhundert diente die Plassenburg auch als Familiengefängnis der Hohenzollern. Ab 1530 begann Markgraf Georg der Fromme mit dem Ausbau zur Festung, wobei Geschützrondelle wie die Hohe Bastei entstanden. Sein Neffe Albrecht Alcibiades verstärkte den Ausbau weiter, was der Burg ermöglichte, einer siebenmonatigen Belagerung im Zweiten Markgrafenkrieg standzuhalten, bevor sie 1554 kapitulierte und anschließend zerstört wurde. Unter Markgraf Georg Friedrich d. Ä. erfolgte ab 1557 der Wiederaufbau im Renaissance-Stil nach Plänen von Caspar Vischer.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Maciek Wegrzyn
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 50.1082, 11.4634