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Pellerhaus
Das Pellerhaus in Nürnberg war ein kunst- und architekturgeschichtlich bedeutendes Renaissance-Bürgerhaus mit reichen Hofgalerien, das 1945 durch Bombenangriffe weitgehend zerstört worden ist. Das Erdgeschoss und Teile der Hofgalerien blieben jedoch erhalten und wurden in den 1955/56 erfolgten Wiederaufbau im Stil der 1950er Jahre einbezogen. Als eines der Kunst- und Baudenkmäler der Stadt Nürnberg gehört es zur Historischen Meile Nürnbergs. Das Pellerhaus dient heute als Stadtbibliothek.
Das Pellerhaus steht in der Sebalder Altstadt südöstlich der Nürnberger Burg und südlich des Maxtorgrabens am Egidienplatz Nr. 23 zwischen der Tetzelgasse im Westen und der Mummenhoffstraße im Osten. Nach Norden grenzt das Pellerhaus unmittelbar an das Johannes-Scharrer-Gymnasium. Auf der Südseite des Pellerhauses liegt am Ostrand des Egidienplatzes die Egidienkirche, an die südlich das ehemalige Egidien-Gymnasium anschließt, vor dem eine Statue Philipp Melanchthons steht, der dieses älteste humanistische Gymnasium Deutschlands 1526 eröffnet hatte. Am westlichen Rand, Egidienplatz 7, liegt das Tucherpalais, dessen klassizistische Fassade die Kriegszerstörung überstand.
Das historische Gebäude war ein Renaissance-Bau von Weltrang, traufständig, mit Pilastergliederung und Zwerchgiebel. Bartholomäus Viatis ließ das Haus 1602 bis 1605 nach Plänen von Jakob Wolff dem Älteren als klassische „Nürnberger Anlage“ mit Innenhof im Renaissancestil für seinen Schwiegersohn Martin Peller errichten. Im Zweiten Weltkrieg wurde es stark beschädigt, 1956/1957 unter Einbeziehung erhaltener Reste in damals zeitgemäßen Formen als fünfstöckiges Mehrzweckgebäude von Fritz Mayer und Walter Mayer wieder errichtet.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: http://schloesserrundschau.de/bayern/schloesser01/nuernberg07.html
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Lage: 49.4570, 11.0811