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Palais Schönborner Hof
Der Schönborner Hof in Mainz ist ein Beispiel eines Adelshofs im Stil des Frühbarock in Rheinland-Pfalz. Errichtet für eine Adelsfamilie, prägte er einst das Stadtbild und dient heute als kulturelles Zentrum.
Geschichte+
Zwischen 1668 und 1670 entstand der Schönborner Hof am damaligen Thiermarkt in Mainz. Als Bauherr fungierte Philipp Erwein von Schönborn, der Bruder des damaligen Kurfürsten. Der Mainzer Baumeister Clemens Hinck entwarf das Hauptgebäude. Ursprünglich besaß der Hof nur ein Obergeschoss und seitliche Risalite mit Renaissance-Treppengiebeln. Er gilt als einer der ersten Barockbauten der Stadt. Im Jahr 1706 erfolgten erste Erweiterungen, und 1773 wurde der Komplex um das Wichernhaus ergänzt. Ende des 18. Jahrhunderts, im Jahr 1798, nutzten die Franzosen den Hof als Kaserne und Hospital. Im 19. Jahrhundert diente er als Offizierskasino, wobei er um ein Geschoss aufgestockt wurde und seine ursprünglichen Giebel verlor.
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Lage: 49.9988, 8.2663