Bundeskanzleramt
Palais Schaumburg

Das Palais Schaumburg in Bonn, Nordrhein-Westfalen, ist ein schlossähnliches Gebäude, das eine Rolle in der deutschen Nachkriegsgeschichte spielte. Es diente als erster Dienstsitz des Bundeskanzleramtes und ist heute der zweite Dienstsitz des Bundeskanzlers.
Geschichte+
Eine Stadtvilla, die zwischen 1858 und 1860 für den Aachener Tuchfabrikanten Aloys Knops errichtet wurde, bildet die Ursprünge des Palais Schaumburg. Ende des 19. Jahrhunderts erhielt das Gebäude durch Umbauten und Erweiterungen sein heutiges Erscheinungsbild. Seinen Namen verdankt es Prinz Adolf zu Schaumburg-Lippe, der die Villa 1894 erwarb. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Palais 1949 von Konrad Adenauer zum Dienstsitz des Bundeskanzlers bestimmt. Es wurde in den folgenden Jahrzehnten umgebaut und erweitert, um den Anforderungen des Bundeskanzleramtes gerecht zu werden. 1976 wurde es als Hauptsitz des Kanzleramts durch einen Neubau abgelöst und fortan für repräsentative Zwecke genutzt. Seit der Verlegung des Regierungssitzes nach Berlin im Jahr 1999 dient das Palais Schaumburg seit Mai 2001 als zweiter Dienstsitz des Bundeskanzleramtes.
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Lage: 50.7203, 7.1173