Museum
Palais Ephraim

Das Palais Ephraim, ein rekonstruiertes Rokokogebäude, liegt in Berlin-Mitte, nahe dem Nikolaiviertel. Es beherbergt heute ein Museum, das zur Stiftung Stadtmuseum Berlin gehört.
Die Geschichte des Palais ist eng mit seinem Bauherrn Veitel Heine Ephraim verbunden, einem Schutzjuden und Bankier unter Friedrich II. Ephraim, der die Feldzüge des Königs finanzierte und für die Prägung minderwertiger Münzen, sogenannter „Ephraimiten“, verantwortlich war, erwarb 1762 ein Stadthaus. Er beauftragte den Oberbaudirektor Friedrich Wilhelm Diterichs mit dem Neubau eines Palais, das zwischen 1762 und 1769 entstand. Das viergeschossige Gebäude zeichnete sich durch eine abgerundete Ecksituation mit Balkon und Verzierung aus. Im Inneren prägten ovale Vorhallen und ein ovales Treppenhaus die Gestaltung. Nach Ephraims Tod 1775 blieb das Palais bis 1823 in Familienbesitz, bevor es 1843 von der Stadt Berlin erworben und für verschiedene städtische Ämter genutzt wurde. Im Zuge von Straßenumbauten und nationalsozialistischen Stadtplanungen wurde das Palais 1935 abgerissen.
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Lage: 52.5158, 13.4072