Museum
Palacio del Buen Retiro

Der Palacio del Buen Retiro in Madrid war eine Residenzanlage, die als Erholungsort und Zweitwohnsitz für Philipp IV. diente. Von diesem Komplex, der im östlichen Teil des damaligen Madrids lag, sind heute nur noch wenige Gebäude und die Gärten erhalten, die den heutigen Retiro-Park bilden.
Geschichte+
Die Ursprünge des Palastes reichen bis ins Jahr 1629 zurück, als der Graf-Herzog von Olivares, ein Günstling Philipps IV., begann, die königlichen Gemächer nahe dem Kloster San Jerónimo el Real zu erweitern. Der König schätzte Spaziergänge auf dem angrenzenden Gut, und so entstand ab 1630 eine Reihe von Pavillons und Büros, die sich über sieben Jahre zu einem Palastkomplex entwickelten. Bis 1640 umfasste der Buen Retiro über 20 Gebäude, umgeben von Gärten und Teichen. Obwohl der König hier nur wenige Tage im Jahr verbrachte, wurde der Palast mit einer Kunstsammlung ausgestattet, die der des Hauptsitzes, des Königlichen Alkazar, ebenbürtig war. Dafür wurden zahlreiche Gemälde in Rom und Neapel in Auftrag gegeben, darunter Werke von Claude Lorrain und Nicolas Poussin. Für den Salón de Reinos wurden Darstellungen spanischer Militärtriumphe bestellt, darunter Velázquez' „Die Übergabe von Breda“.
Bild: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Buen_Retiro_Cason_del_Buen_Retiro01.jpg
Lage: 40.4152, -3.6820