KircheSalzwedel

Mönchskirche Salzwedel

Mönchskirche Salzwedel

Die Kirche kann besichtigt werden

Die Mönchskirche ist eine Kirche in der Stadt Salzwedel im Nordwesten Sachsen-Anhalts. Sie wird der Backsteingotik zugerechnet und dient als Konzert- und Kunsthalle.

Geschichte+

Die Mönchskirche wurde um 1250 auf dem letzten freien Grundstück der Salzwedeler Altstadt, an der Grenze zur Neustadt, als Klosterkirche des 1210 gegründeten Franziskanerordens errichtet. Eine erste urkundliche Erwähnung des Franziskanerklosters in Salzwedel datiert von 1261. Es gehörte zur Sächsischen Provinz (Saxonia) des Ordens. 1345 erfolgten der Anbau eines gewölbten Chors und eines Seitenschiffs auf der Südseite. Haupt- und Seitenschiff wurden eingewölbt. 1435 bis 1500 wurden Chor, Haupt- und Seitenschiff erweitert und ein Hallenlettner eingebaut. Nach der Reformation fiel das Kloster an die Stadt Salzwedel. Der letzte dort lebende Franziskaner starb 1552. Die Klausur, die unmittelbar nördlich der Kirche lag, wurde fortan als Lateinschule genutzt. Die Kirche selbst wurde in den Jahren 1575 bis 1581 zu einer protestantischen Kirche umgestaltet. 1582 wurde ein in der Werkstatt Lucas Cranachs des Jüngeren geschaffener Altar in der Mönchskirche aufgestellt. Er stellt das Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg aus dem Matthäus-Evangelium dar. Ein weiterer Altar aus dem im Dreißigjährigen Krieg wüst gefallenen Dorf Bukau wurde ebenfalls in der Mönchskirche aufgestellt. Im 19. Jahrhundert befand sich das Salzwedeler Gymnasium in der ehemaligen Klausur, seit 1895 das Rathaus. Bis 1920 war die Mönchskirche Garnisonkirche. Der Bukauer Altar wurde 1947 in der Salzwedeler Katharinenkirche aufgestellt. Bis 1964 wurden in der Kirche Gottesdienste abgehalten. Danach stand die Kirche leer und verfiel. Eine spätgotische Türumrahmung, bronzene Kronleuchter und zahlreiche Orgelpfeifen wurden gestohlen. Der Cranach-Altar wurde restauriert und 1968 dem Johann-Friedrich-Danneil-Museum in Salzwedel übergeben. 1984 bis 1986 wurde die Mönchskirche zur Konzerthalle umgebaut; dabei wurde auch die Kanzel von 1581 entfernt. Anlass waren die 21. Arbeiterfestspiele der DDR, die 1986 im Bezirk Magdeburg und damit auch in Salzwedel stattfanden. Die Orgel wurde 2009 wieder eingeweiht.

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Vanellus Foto · Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0

Diese Beschreibung ist ein Auszug aus dem verlinkten Wikipedia-Artikel und stammt von dessen Autorinnen und Autoren. Sie steht wie das Original unter CC BY-SA 4.0 und darf unter denselben Bedingungen weiterverwendet werden.

Lage: 52.8515, 11.1531