Die Burg kann besichtigt werden
Leuchtenburg

Auf einem Bergkegel in Seitenroda im Saale-Holzland-Kreis in Thüringen steht die Leuchtenburg. Sie wird oft als die „Königin des Saaletals“ bezeichnet, ein Name, der auf den lichten, unbewaldeten Berg zurückgeht, auf dem sie errichtet wurde.
Geschichte+
Die erste urkundliche Erwähnung der Burg datiert auf den 15. April 1221, als Hartmann IV. von Lobdeburg-Leuchtenburg in Dornburg einen Rechtsstreit beilegte. Für die Herren von Lobdeburg entwickelte sich die Leuchtenburg neben der Lobdeburg zu einem Stützpunkt für ihre Expansion in Richtung Südosten und zur oberen Saale. In der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts erfuhr die Burg eine Erweiterung. Aufgrund hoher Verschuldung mussten die Lobdeburger die Burg 1313 an die Grafen von Schwarzburg verpfänden und 1333 schließlich ganz an sie verkaufen. Nach der Schwächung der Schwarzburger durch die Thüringer Grafenfehde gelang es den Wettinern, die Burg 1392 zu erobern und die Schwarzburger im Leipziger Vertrag von 1396 zum endgültigen Verkauf zu zwingen. Unter wettinischer Herrschaft wurde die Leuchtenburg zum Sitz eines Amtes zur Verwaltung der umliegenden Dörfer. Nach der Niederlage Kurfürst Johann Friedrichs des Großmütigen im Schmalkaldischen Krieg 1547 diente die Burg seiner Familie als Zufluchtsort. Im Jahr 1553 wurde der Burgbrunnen auf 80 Meter vertieft und war damit der zweittiefste in Thüringen. Während des Dreißigjährigen Krieges (1618–1648) bot die Burg Schutz. 1702 wurde die Amtsverwaltung nach Kahla verlegt, und Teile der Burg wurden fortan als Zucht-, Armen- und Irrenhaus genutzt.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Uwe Klimpke
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 50.8043, 11.6124