Privatbesitz
Lauvenburg

Die Lauvenburg, ein gut erhaltenes Wasserschloss, liegt malerisch am südlichen Ortsrand von Nemmenich, einem Stadtteil von Zülpich. Als klassische zweiteilige Wasserburg erbaut, besticht sie durch ihre historische Architektur und die umgebenden Wassergräben.
Geschichte+
Die erste urkundliche Erwähnung der Lauvenburg erfolgte im Jahr 1356, als ein Henz von Loewenberg in einem Schöffenprotokoll auftauchte, der sich nach seinem Wohnsitz benannte. Zu dieser Zeit fungierte die Wasserburg als Offenhaus des Herzogs von Jülich und war zeitweise von einem nicht namentlich bekannten Raubritter bewohnt. Bis zum Jahr 1603 waren die Herren von Dreiborn die Eigentümer des Anwesens, danach ging der Besitz an die Herzöge von Jülich über, die durch den Amtmann von Nideggen vertreten wurden. Im Jahr 1723 wird Johann Heinrich Cramer von Clauspruch als Besitzer genannt. Von 1760 bis 1794 gehörte das Schloss dem französischen Emigranten Graf Latour. Anschließend pachtete der Arzt Johann Wilhelm Krüppel die Burg von der französischen Domänenverwaltung und erwarb sie schließlich im Jahr 1808. Krüppel verkaufte das Anwesen später an den Kölner Makler Winand Guffani, der es 1860 für 40.000 Taler an den Landwirt Bergerhausen veräußerte. Die Erben Bergerhausens, die Familie Wasserburger, sind bis heute die Besitzer der Lauvenburg. Nach einem Brand im Jahr 1868 wurde die Vorburg umfassend erneuert. Im Jahr 1981 erfolgte die Eintragung in die Denkmalliste der Stadt Zülpich.
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Lage: 50.6869, 6.6864