Museum
Kurmainzisches Schloss

Das heutige Schloss Tauberbischofsheim hat seinen Ursprung in einer Stadtburg aus dem 13. Jahrhundert. Die Burg nahm die südlichste Stelle an der Stadtmauer ein und lag in einer strategisch guten Lage nahe der Mündung des Brembachs in den Fluss Tauber. Heute ist sie Bestandteil der gewachsenen Stadt und liegt fast direkt im Zentrum. Die Anlage war ursprünglich wahrscheinlich dreieckig und besaß zur Stadt hin einen Graben, der eingeebnet wurde (heute Schlossplatz). Von der Stadtburg aus dem 13. Jahrhundert steht nur noch der Bergfried, genannt Türmersturm, der mit seiner eindrucksvollen Höhe von 28m gut zur Überwachung der Umgebung diente. Der ehemalige Eingang des Turms liegt auf circa 8m Höhe, die Außenmauern sind circa 2m dick. Die runde Form deutet auf einen späten Bau hin.
Im 16. Jahrhunderte ersetzte man die Burg durch das Kurmainzische Schloss, das den Bergfried von allen Seiten her einrahmt. Ein großzügig angelegter Hof und zahlreiche Verzierungen deuten auf den Baustil des 16. Jahrhunderts hin. Neben dem Bergfried sind im Nordwesten und im Nordosten zwei runde Wehrtürme erhalten geblieben, die zusammen mit einem Graben die Nordfront zur Stadt hin flankierten. Die Hoffassade des Schlosses beherbergt heute noch einen Altarerker, sowie zahlreiche Verzierungen, wie z.B. Eckquader. Umrahmt sind die Steinbauten des Schlosses von Fachwerkhäusern, die sich unter anderem an das höhere Schloss oder die Stadtmauer anlehnen. Der Schlossbau selber ist ebenfalls zum Teil aus Fachwerk wieder aufgebaut worden. Im Süden stößt man auf Mauerreste weiterer Gebäude und einem Verbindungsstück mit der ehemaligen Stadtmauer.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Tauberbischofsheim-T%C3%BCrmersturm.jpg?uselang=de
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Lage: 49.6213, 9.6615