Römisch-Germanische Zentralmuseum
Kurfürstliches Schloss
Das Kurfürstliche Schloss in Mainz ist eine ehemalige Stadtresidenz der Mainzer Erzbischöfe und Kurfürsten und ein Bauwerk der deutschen Renaissance. Ursprünglich als Ersatz für die am Dom gelegene Residenz errichtet, dient es heute als kultureller Mittelpunkt der Stadt.
Geschichte+
Die Mainzer Erzbischöfe residierten ursprünglich direkt am Dom. Nach der Wahl Diethers von Isenburg im Jahr 1475 verpflichtete sich dieser, eine Burg in Mainz zu errichten. So entstand ab 1478 die Martinsburg am Rheinufer, die 1480 fertiggestellt wurde und den Erzbischöfen als neue Residenz diente. Nach Zerstörungen im Markgrafenkrieg 1552 wurde die Burg im Renaissancestil wiederaufgebaut und um ein Kanzleigebäude sowie die Schlosskirche St. Gangolf erweitert. Im Dreißigjährigen Krieg begann 1627 der Bau des heutigen Kurfürstlichen Schlosses unter Erzbischof Georg Friedrich von Greiffenklau. Dieser Bau, dessen Rheinflügel erst 1687 vollendet wurde, verzögerte sich aufgrund der Kriegsereignisse und des Pfälzischen Erbfolgekrieges.
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Lage: 50.0067, 8.2706