Die Burg kann besichtigt werden
Konradsburg

Die Konradsburg in Sachsen-Anhalt entwickelte sich von einer Wehranlage zu einem geistlichen Zentrum. Ursprünglich zum Schutz des Reichsgutes Harz errichtet, wandelte sie sich zu einem Benediktinerkloster.
Geschichte+
Erstmals 1021 urkundlich erwähnt, diente die Konradsburg dem Schutz des Reichsgutes Harz. Sie besaß keine typischen Wehrtürme oder einen Bergfried. Nach 1120 verließen die Herren von Konradsburg den Standort und gründeten die Burg Falkenstein im Selketal, wobei sie sich fortan Falkensteiner nannten. Auf der Konradsburg entstand daraufhin ein Benediktinerkloster. Es wird angenommen, dass diese Umwandlung eine Sühneleistung für einen Mord war, den Egeno II. von Konradsburg um 1080 an Graf Adalbert II. von Ballenstedt begangen haben soll. Im Zuge des Bauernkrieges gaben die Mönche, die seit 1477 dem Kartäuserorden angehörten, das Kloster 1526 auf. 1712 wurde die Anlage in eine landwirtschaftliche Domäne umgewandelt, die bis 1945 bestand. Nach dem Zweiten Weltkrieg verfiel die Konradsburg, bis sich ab 1982 Bürger für ihren Erhalt einsetzten und 1990 den Förderkreis Konradsburg e. V. gründeten, der die Anlage heute bewirtschaftet.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Roland Neubert, Halle (Saale)
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Lage: 51.7143, 11.3475