Die Klosterruine kann besichtigt werden
Klosterruine Michaelskloster

Die Klosterruine Michaelskloster auf dem Heiligenberg bei Heidelberg verbindet vorchristliche Kultstätte und mittelalterlichen Klosterbau. Als einstiges Filialkloster von Lorsch birgt sie Überreste einer Geschichte, die bis in die Zeit der Kelten zurückreicht.
Geschichte+
Die Ursprünge des Michaelsklosters liegen auf einer alten Kultstätte, die bereits von den Kelten genutzt wurde. Archäologische Funde belegen eine römische Verehrungsstätte des „Mercurius Cimbrianus“ unter der späteren Basilika. Im 7. Jahrhundert wurde der Ort christlich genutzt, bevor Abt Thiotroch vom Kloster Lorsch die Kirche im 9. Jahrhundert ausbauen ließ. Eine Neugründung des Klosters St. Michael und der Michaelsbasilika erfolgte im Jahr 1023 durch Abt Reginbald, wobei karolingische Bauteile wiederverwendet wurden. Die Beisetzung von Abt Friedrich von Hirsau im Jahr 1070 machte das Kloster zu einem Wallfahrtsort. Im Jahr 1094 wurde von hier aus das nahegelegene Stephanskloster gegründet, finanziert durch Hinterlassenschaften von Kreuzfahrern. Die Benediktinerzeit endete 1226 mit der Übernahme durch den Erzbischof von Mainz.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Bernd Walter
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Lage: 49.4258, 8.7061