Die Ruine kann besichtigt werden
Klosterruine Gnadenberg

In Gnadenberg, einem Ortsteil von Berg bei Neumarkt in der Oberpfalz, steht die Klosterruine Gnadenberg, einst das erste Birgittenkloster Süddeutschlands. Ihre Sandsteinmauern und das gotische Maßwerk der Fenster verweisen auf die einstige Bedeutung dieses geistlichen Zentrums.
Geschichte+
Das Kloster Gnadenberg wurde 1426 von Pfalzgraf Johann I. von Neumarkt und seiner Gemahlin Katharina gegründet. Katharina, die den Birgittenorden aus ihrer Jugend in Schweden kannte, initiierte die Ansiedlung dieses Doppelklosters. Die ersten Mönche trafen 1430 aus Dänemark ein, gefolgt von Nonnen 1435. Nach der Weihe einer Notkirche 1438 begann 1451 der Bau der Klosterkirche, die 1483 geweiht und zwischen 1511 und 1518 eingewölbt wurde. Nürnberger Baumeister, darunter Jakob Grimm, waren am Bau beteiligt, und Albrecht Dürer wurde für ein Gutachten zum Dachstuhl konsultiert. Im 16. Jahrhundert erlebte das Kloster einen Niedergang durch die Reformation und wurde 1563 säkularisiert. Im Dreißigjährigen Krieg, 1635, brannten schwedische Truppen die Kirche nieder, wodurch sie zur Ruine wurde. Später wurde das Kloster den Salesianerinnen übergeben, die jedoch die Kirche nicht wiederaufbauten. Die Säkularisation zu Beginn des 19. Jahrhunderts führte zur Auflösung und zum Verkauf der Güter. 1898 erwarb der bayerische Staat die Ruine.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0
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Lage: 49.3689, 11.4110