Psychiatrische Klinik
Kloster Zwiefalten

Das Kloster Zwiefalten, eine einstige Benediktinerabtei, befindet sich in der Region Reutlingen in Baden-Württemberg. Die Anlage, die heute eine psychiatrische Klinik beherbergt, liegt am südlichen Rand der Schwäbischen Alb.
Geschichte+
Die Gründung des Klosters Zwiefalten erfolgte im Jahr 1089, in einer Epoche, die vom Investiturstreit geprägt war. Die Grafen Kuno von Wülflingen und Liutold von Achalm stifteten die Abtei als Rückzugsort und Grablege. Unterstützt wurden sie dabei von Persönlichkeiten wie Bischof Adalbero von Würzburg und Abt Wilhelm von Hirsau. Die offizielle Gründung fand am 8. September 1089 statt, nachdem die Erbschaftsangelegenheiten im Bempflinger Vertrag geregelt waren. Die ersten Mönche stammten aus dem reformierten Kloster Hirsau. Bereits 1091 erlangte Zwiefalten den Status einer selbständigen Abtei mit freier Abts- und Vogtswahl. Um die Unabhängigkeit zu sichern, wurde das Kloster 1092 dem Schutz des Apostolischen Stuhls unterstellt, was Papst Urban II. 1093 bestätigte. Nach dem Tod der Gründer fiel ein Großteil ihres Erbes an das Kloster. Die erste Klosterkirche wurde 1109 geweiht. Unter Abt Ulrich I. (1095–1139) entsandte Zwiefalten Mönche zur Gründung weiterer Klöster, darunter Kladrau und Neresheim. Eine enge Verbindung zu den Grafen von Berg führte zu zahlreichen Schenkungen.
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Lage: 48.2320, 9.4613