Universitätsklinikum Ulm
Kloster Wiblingen
Das Kloster Wiblingen ist eine ehemalige Benediktinerabtei in Ulm-Wiblingen. Ursprünglich im Hochmittelalter gegründet, beherbergt es heute Teile des Universitätsklinikums Ulm und dient als Pfarrkirche.
Geschichte+
Die Gründung des Klosters Wiblingen erfolgte im Jahr 1093 durch die Grafen Hartmann und Otto von Kirchberg. Sie stifteten es zu Ehren des Heiligen Martin von Tours und verpflichteten es der Benediktinerregel. Mönche aus der Abtei St. Blasien siedelten sich an, und 1099 wurde das Kloster eingeweiht, wobei Werner von Ellerbach der erste Abt wurde. Eine Reliquie, Holzpartikel vom Kreuz Christi, gelangte durch die Grafen von Kirchberg nach Wiblingen. Im Jahr 1271 zerstörte ein Brand das Kloster, was einen Neubau im späten 13. Jahrhundert notwendig machte. Nach einer Phase des Niedergangs im späten Mittelalter erlebte das Kloster ab der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts durch die Melker Reform eine Erneuerung. 1504 kam es unter die Herrschaft des Hauses Österreich. Der Dreißigjährige Krieg setzte der Abtei stark zu, doch unter Abt Benedikt Rauh konnte es sich erholen. Im 18. Jahrhundert begann ein Neubau im spätbarocken Stil, mit einer frühklassizistischen Kirche. Baumeister wie Christian Wiedemann, Johann Michael Fischer und Johann Georg Specht prägten die Bauphasen. Die Kirche wurde 1783 geweiht, doch die Fassade und der Südtrakt blieben unvollendet.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 48.3617, 9.9920