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Kloster Wendhusen

Das Kloster Wendhusen in Thale, Sachsen-Anhalt, gilt als die älteste Klostergründung im heutigen Bundesland und ist ein karolingisches Bauwerk. Es markiert zudem einen Start- oder Endpunkt des Harzer Klosterwanderwegs.
Geschichte+
Die Gründung des Klosters Wendhusen erfolgte um 825 durch Gisela, die Tochter des ostfälischen Grafen Hessi. Ihre Tochter Bilihilt wurde die erste Äbtissin des Konvents. Das Kloster stand unter dem Patrozinium der Heiligen Maria, Pusinna und Nikolaus. Es profitierte früh von der Unterstützung der Reichsabtei Herford, deren Stiftspatronin, die heilige Pusinna, auch in Wendhusen verehrt wurde. Im Jahr 936 gab es einen Versuch, den Konvent nach Quedlinburg zu verlegen, was jedoch nicht vollständig umgesetzt wurde; das Kloster bestand fortan in Abhängigkeit vom Quedlinburger Reichsstift. Im Jahr 1180 wurde die Anlage während kriegerischer Auseinandersetzungen verwüstet, aber umgehend wieder aufgebaut. Während des Bauernkrieges im Jahr 1525 erlitt das Kloster Plünderungen, Zerstörungen und einen Brand. Schließlich wurde das Kloster Wendhusen im Jahr 1540 im Zuge der Reformation säkularisiert, woraufhin die Konventsgebäude wahrscheinlich verfielen.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Roland Neubert, Halle (Saale)
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 51.7561, 11.0491