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Kloster Weißenau

Das Kloster Weißenau, einst ein Prämonstratenserstift, befindet sich in der Nähe von Ravensburg in Baden-Württemberg. Es zeichnete sich durch seine reichsunmittelbare Stellung aus und beherbergte eine Heiligblutreliquie, die seine wirtschaftliche Bedeutung steigerte und sogar Eingang in die Lohengrin-Sage fand.
Geschichte+
Die Gründung des Klosters Weißenau erfolgte im Jahr 1145 durch Gebizo von Ravensburg, einen Ministerialen der Welfen. Die ersten Chorherren stammten aus dem Kloster Rot an der Rot. Bereits 1152 wurde der Grundstein für die Kirche gelegt, die 1163 als hochromanische, dreischiffige Basilika vorläufig geweiht wurde. Im Jahr 1257 avancierte die Propstei zur Abtei. Eine Wende brachte das Jahr 1283, als Rudolf von Habsburg dem Kloster eine Heiligblutreliquie überließ, was die wirtschaftliche Lage erheblich verbesserte. Anfang des 18. Jahrhunderts entschied man sich für einen Neubau. Unter Reichsprälat Mauch und nach Plänen des Baumeisters Franz Beer von Blaichten entstand eine neue Abteikirche im barocken Stil, die 1724 fertiggestellt wurde.
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Lage: 47.7630, 9.5960