Privatbesitz
Kloster Tegernsee

Die ehemalige Benediktinerabtei Kloster Tegernsee befindet sich am Ufer des Tegernsees in Bayern.
Geschichte+
Die Gründung des Klosters Tegernsee erfolgte um die Mitte des 8. Jahrhunderts, entweder 746 oder 765, durch die Brüder Oatkar und Adalbert aus dem Adelsgeschlecht der Huosi. Nach dem Sturz des Bayernherzogs Tassilo III. wurde es ein karolingisches Königskloster. Im 10. Jahrhundert erlebte das Kloster einen Niedergang, wurde aber 978 unter Kaiser Otto II. als Reichsabtei neu gegründet. Diese Erneuerung führte zu einer Blütezeit, in der Tegernsee zu einem Zentrum für Literatur, Buchkunst und Gelehrsamkeit aufstieg und die „Tegernseer Reform“ prägte. Im 13. und 14. Jahrhundert entwickelte es sich zu einem Adelskloster, bevor die Melker Reform im 15. Jahrhundert eine erneute geistliche Erneuerung brachte. Trotz eines Brandes im Jahr 1410 und der Wirren des Dreißigjährigen Krieges blühte das Kloster weiter und wurde ab 1684/1688 barockisiert. Die Säkularisation im Jahr 1803 beendete die klösterliche Ära. Ein Großteil der Gebäude verfiel zunächst, bevor König Maximilian I. Joseph 1817 die verbliebenen Trakte erwarb und sie 1823/24 von Leo von Klenze zu einem königlichen Landsitz umgestalten ließ.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0
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Lage: 47.7075, 11.7568