Katholische Landvolkshochschule St. Ulrich
Kloster St. Ulrich

Das Kloster St. Ulrich, einstmals ein Priorat des burgundischen Benediktinerklosters Cluny, liegt im Möhlintal im Schwarzwald.
Geschichte+
Die Ursprünge des Priorats St. Ulrich reichen bis in die Zeit des Investiturstreits zurück. Um 1083 gründete der Cluniazenser-Mönch Ulrich von Zell am westlichen Rand des Schwarzwaldes ein Priorat der burgundischen Abtei. Dabei nutzte er eine bereits bestehende Mönchsgemeinschaft, die ursprünglich vor 1072 auf dem Tuniberg gestiftet und zwischen 1077 und 1080 nach Grüningen umgesiedelt worden war. Diese Gemeinschaft hatte bereits Verbindungen zu Cluny, die von Hesso von Eichstetten und Markgraf Hermann I. aufgebaut worden waren. Um 1087 zog die Mönchsgemeinschaft auf Betreiben Ulrichs erneut um, diesmal nach Zell im Möhlintal, wo sich schon im Jahr 868 eine Zelle der Abtei St. Gallen befunden hatte. Das Priorat erwarb vom Basler Bischof Burkhard von Fenis Besitz in der Umgebung von Zell und entwickelte sich zum einzigen Cluniazenserkloster rechts des Rheins. Es erwarb Besitz im Breisgau, Elsass und der Ortenau, darunter Pfarreien in Grüningen, Wolfenweiler, Bollschweil und Hochdorf. Die Vogtei des Klosters wechselte zwischen den Grafen von Nimburg, den Straßburger Bischöfen, staufischen Königen, den Grafen von Freiburg und den österreichischen Herzögen. Im 13. Jahrhundert erlebte die Mönchsgemeinschaft einen Niedergang mit nur noch wenigen Mönchen.
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Lage: 47.9080, 7.8376