Kirche
Pfarrei
Kloster St. Georg

Das Kloster St. Georg in Augsburg, Bayern, war ein religiöses Zentrum, dessen Ursprünge bis in vorchristliche Zeiten reichen könnten. Die Anlage, die heute als Stadtpfarrkirche dient, ist ein Zeugnis spätgotischer Baukunst in Schwaben.
Geschichte+
Die Geschichte des Ortes reicht möglicherweise bis zu einem römischen Marsheiligtum zurück. Ein frühmittelalterliches Kirchlein namens „Sanct Jürgen vor der Mauer“ wurde um das Jahr 1000 errichtet und nach einem Brand 1072 wiederaufgebaut. Im Jahr 1135 gründeten Bischof Walter I. von Dillingen und das Augsburger Domkapitel hier ein Stift für Augustiner-Chorherren. Eine erweiterte Kirche wurde 1143 geweiht, von der vermutlich noch Teile des Kirchturms stammen. 1180 erhielt die Stiftskirche einen eigenen Pfarrsprengel. Ende des 13. Jahrhunderts entstand die Kapelle St. Michael für die Pfarrgemeinde. Zwischen 1490 und 1506 wurde die romanische Kirche durch einen spätgotischen Neubau ersetzt. Während der Reformationszeit mussten die Augustinerchorherren 1525 die Kapelle St. Michael an die Protestanten abgeben und 1537 die Stadt verlassen, kehrten jedoch 1548 zurück. Im Dreißigjährigen Krieg wurde das Kloster 1640 durch einen Brand beschädigt. Eine Barockisierung der Kirche erfolgte zwischen 1681 und 1700, wobei der gotische Spitzhelm des Kirchturms durch eine Zwiebelhaube ersetzt wurde.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 48.3763, 10.8927