KlosterLandsberg

Kloster Seligenthal

Kloster Seligenthal

Klosterbetrieb
Schule

Das Kloster Seligenthal ist ein Kloster der Zisterzienserinnen und Grabstätte der Wittelsbacher in Landshut in Bayern in der Diözese Regensburg.

Das der Heiligen Jungfrau geweihte Kloster wurde 1232 durch Ludmilla, Witwe Ludwigs I. des Kelheimers, Herzog von Bayern und Stadtgründer Landshuts gegründet. Die spätromanische (1259 geweiht) Abteikirche wurde in den Jahren 1732 bis 1734 im Stil des frühen Rokoko umgebaut. Das Hochaltargemälde, Stuck und Deckengemälde stammen aus der Hand von Johann Baptist Zimmermann.

Das Kloster wurde 1803 im Zuge der Säkularisation aufgelöst. Die Aufnahme von Novizinnen war aber bereits 1768 verboten worden. Laut dem Historiker Sigmund Ritter von Riezler, in der Allgemeinen Deutsche Biografie, Band 36 (1893), S. 551–553, verwandte sich der Münchner Weihbischof Franz Ignaz von Streber persönlich bei König Ludwig I. von Bayern um das Kloster 1835 wiederzuerrichten. 1862 wurde Seligenthal Priorat, 1925 wieder Abtei.

Die Abtei unternahm im Lauf der Geschichte mehrere Tochtergründungen, so wurden 1863 Nonnen nach Waldsassen (Kloster Waldsassen), 1955 nach Mönchhof (Abtei Marienkron), 1979 nach La Paz (Colegio Ave Maria) und 1999 nach Helfta (Kloster Helfta) entsandt, um dort Klöster wieder- oder neu zu errichten.

Seit 1999 leitet Äbtissin M. Petra Articus die Abtei, die dieses Amt von ihren Vorgängerinnen M. Columba Baumgartner (1958 bis 1987; † 1. September 2007) und M. Assumpta Schenkl (1987 bis 1999; danach Priorin des Klosters Helfta in Eisleben; † 24. April 2009) übernahm.

Heute (2010) leben und arbeiten 53 Schwestern in der Abtei. Damit ist Seligenthal eines der größten Zisterzienserinnenklöster der Welt. Die Schwestern unterrichten unter anderem als Lehrerinnen und Erzieherinnen in den Bildungs- und Betreuungseinrichtungen der Schulstiftung Seligenthal. Im Jahr 2007 konnte die Abtei ihr 775-jähriges Gründungsjubiläum feiern.

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 48.5423, 12.1476