Das Kloster kann besichtigt werden
Kloster Schöntal

Eine ehemalige Zisterzienserabtei mit Barockkirche, das Kloster Schöntal, ist ein historisches Bauwerk in Baden-Württemberg. Ursprünglich im 12. Jahrhundert gegründet, prägt die Anlage heute den gleichnamigen Ortsteil der Gemeinde Schöntal.
Geschichte+
Die Gründung des Klosters erfolgte 1153 in Neusaß durch Wolfram von Bebenburg als Filiale des Klosters Maulbronn. Da sich der ursprüngliche Standort als ungeeignet erwies, zog die Gemeinschaft zwischen 1157 und 1163 nach Schöntal an die Jagst um. Die Herren von Berlichingen stellten das neue Gelände zur Verfügung und erhielten im Gegenzug das Recht auf Grablegen im Kreuzgang des Klosters, wo auch Götz von Berlichingen seine letzte Ruhestätte fand. Im frühen 13. Jahrhundert geriet das Kloster in finanzielle Schwierigkeiten und wurde 1282 an das Kloster Kaisheim übergeben, das die Schulden tilgte. Schöntal erholte sich und erlangte 1418 die Reichsunmittelbarkeit, die es bis 1495 behielt. Im Bauernkrieg 1525 wurde die Abtei geplündert und stark beschädigt. Trotz der Reformation konnte die Aufhebung verhindert werden, doch die Gebäude waren unbewohnbar. Unter Abt Theobald Fuchs entstand 1617/18 die Alte Abtei.
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Lage: 49.3285, 9.5055